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Getting Started mit MAXQDA Video-Tutorial

  • Transkript

    Herzlich Willkommen zum MAXQDA Getting Started Videotutorial! In diesem Video zeigen wir Ihnen die Grundlagen der Arbeit mit MAXQDA, damit Sie im Anschluss mit Ihrem Forschungsprojekt starten können.

    Ganz zu Beginn starten wir MAXQDA über das Programmicon und sehen dann diesen Startdialog. Hier können wir zunächst unseren Nutzendennamen editieren. Dieser Name wird später mit allen Elementen, die wir in MAXQDA erstellen verknüpft. So kann besonders bei der Arbeit im Team immer nachvollzogen werden, wer welche Änderungen vorgenommen hat. Auf der rechten Seite des Startdialogs finden wir Neuigkeiten, Links zum MAXQDA Getting Started Guide, eine Übersicht über die wichtigsten Videotutorials und vieles mehr. Als ersten Schritt können wir entweder ein bereits bestehendes Projekt öffnen, oder aber ein neues Projekt erstellen. Wir erstellen jetzt eine neue Projektdatei.

    Die MAXQDA-Projektdatei funktioniert im Grunde wie ein Container in dem alle unsere Analyseschritte und, je nach Einstellung, auch die eigentlichen Daten wie Bilder, Interviews oder PDF-Dateien gespeichert werden. Unseren Fortschritt müssen wir in MAXQDA nicht manuell speichern, da MAXQDA jede Aktion in der Projektdatei selbst speichert.

    Als erstes sehen wir jetzt die Vier-Fenster-Oberfläche von MAXQDA. Sehen wir uns die Fenster einmal nacheinander an: hier, im Dokumente-Fenster werden alle Dokumente aufgelistet die wir in unser Projekt importiert haben. Die einzelnen Dokumente können wir uns dann im Dokumentbrowser ansehen und sie später analysieren. Einzelne Abschnitte aus unserem Material können wir in MAXQDA analytischen Kategorien, sogenannten Codes zuweisen. Die Codes werden dann in diesem Fenster aufgelistet und später können wir uns die einzelnen codierten Segmente über dieses Fenster ausgeben lassen. Weil die Ausgabe codierter Segmente aber typischerweise erst in einem späteren Stadium erfolgt, ist dieses vierte Fenster zu Beginn ausgeblendet. Wir können es uns hier im Reiter „Start“ einblenden lassen, gleich neben diesen Buttons hier, die uns eine Anpassung der Fensterreihenfolge ermöglichen.

    Zu Beginn unseres Projekts importieren wir als erstes unsere Forschungsdaten. Dies geht ganz einfach per drag-and-drop, über den Importbutton im Dokumente-Fenster oder über die einzelnen Importwege, die sich im Reiter „Import“ finden.

    Nachdem wir die Daten importiert haben, können wir diese im „Dokumente“-Fenster ordnen. Mit Hilfe der Dokumentgruppen können wir unsere Dokumente beispielsweise nach dem Dateityp oder anderen Kriterien organisieren. Jedes Dokument kann aus Gründen der Übersichtlichkeit immer nur eine Position innerhalb der hierarchischen Ordnung einnehmen. Wir können die Daten aber außerhalb der eigentlichen Struktur mit Hilfe der Dokumentsets noch einmal neu zusammenstellen.
    Ein neues Dokumentset können wir beispielsweise erstellen, indem wir die entsprechenden Dokumente hier aktivieren. Die Dokumentnamen erscheinen nun in Rot und wir können aus diesen Dokumenten ein neues Set erstellen, indem wir einen Rechtsklick auf Sets machen und „Neues Set erstellen“ aus dem Kontextmenü auswählen.

    Darüber hinaus haben wir in MAXQDA noch einige andere Möglichkeiten, Dokumente frei zusammenzustellen. Später können wir auch Variablen für unsere Dokumente definieren, in denen beispielsweise das Alter oder der Berufsstand befragter Personen festgehalten wird. Mit Hilfe dieser Dokumentvariablen können wir uns die Dokumente später auch nach bestimmten Merkmalen zusammenstellen lassen. Die Dokumentvariablen werden wir uns später in einem gesonderten Tutorial im Detail ansehen. Wenn Sie aber jetzt schon mehr zu einzelnen Funktionen wissen möchten, klicken Sie einfach auf eines dieser Fragezeichen hier, das Sie in nahezu allen Fenstern in MAXQDA finden. Schon bringt MAXQDA Sie zur entsprechenden Seite unseres umfangreichen Onlinehandbuchs.

    Nachdem wir nun unsere Daten in unser Projekt importier haben, sehen wir uns unsere Dokumente genauer an. Um ein Dokument zu öffnen, machen wir einen Doppelklick auf den Dokumentnamen im Dokumente-Fenster. Wenn Sie einen zweiten Monitor nutzen können Sie Dokumente aber auch in einem zweiten, externen Fenster öffnen. Im Dokumentbrowser haben wir die Möglichkeit uns unsere Daten anzusehen, sie zu codieren und Textdateien zu editieren. Der Editormodus ist aber standardmäßig ausgeschaltet, um unbeabsichtigte Änderungen zu verhindern. Wenn Sie Ihre Daten in Bezug auf Inhalt oder Formatierung ändern möchten, müssen Sie ihn deshalb zunächst hier einschalten. Jetzt können wir unsere Textdokumente editieren, oder auch von der Absatznummerierung zu Zeilennummerierung und wieder zurück wechseln.

    Um jetzt ein Segment zu codieren, markieren wir das Segment und klicken dann auf diesen Button hier. In diesem Fenster können wir dem Code dann einen Namen geben, eine Codefarbe auswählen und eine Beschreibung hinzufügen. Wenn ich jetzt auf OK klicke, sehen wir, das am Seitenrand des Dokuments ein Codierstreifen hinzugefügt wurde. Dieses codierte Segment können wir nachträglich anpassen und verlängern oder verkürzen. Außerdem können wir über diesen Button hier auch mit Emojis codieren, was besonders in multilingualen Teams eine gute Hilfe sein kann. Statt einem Codenamen wird dann der jeweilige Emoji verwendet, in Visual Tools wie dem Dokument Portrait wird dieser später auch anstatt der Codefarbe verwendet. Wenn wir auf den linken Seitenrand klicken können wir festlegen, welche Codes dort dargestellt werden sollen, und beispielsweise Codes mit bestimmten Farben ein- oder ausblenden.

    Darüber hinaus haben wir in MAXQDA noch einige andere Möglichkeiten unser Material zu codieren: im Stil der Grounded Theory können wir mit dem offenen Codieren und dem In-Vivo codieren zunächst explorativ vorgehen. Wer ein großes, deduktives Codesystem hat, kann beispielsweise mit den Codefavoriten oder Shortcuts arbeiten. Die einzelnen Segmente können wir auch über eine Gewichtung differenzieren und später filtern. Und für einzelne Segmente können wir über einen Rechtsklick außerdem Kommentare hinzufügen.

    Über der Codieren hinaus haben Sie im Dokumentbrowser zahlreiche weitere Möglichkeiten um nah an Ihren Daten zu arbeiten. So können wir beispielsweise Hintergrundinformationen und Ideen in Memos festhalten. Dies geht ganz einfach durch einen Klick auf diese Spalte oder indem wir einen Rechtklick auf ein markiertes Segment machen. An der entsprechenden Stelle entsteht dann ein neues Memo, dass wir dann mit Inhalt füllen, labeln oder auch mit bestimmten Codes oder codierten Segmenten verknüpfen können. Memos können wir übrigens auch im Dokumente-Fenster und Codes-Fenster hinzufügen, die wir uns gleich noch näher anschauen werden. Mit dem Memomanager, den wir über den Tab „Memos“ öffnen können, behalten wir den Überblick über ihre Memos, können die einzelnen Memos vergleichen und jederzeit editieren.

    Gerade am Anfang von Projekten ist der Paraphrasenmodus für Dokumente und Bilder hilfreich, den wir im Tab „Analyse“ finden. Den Paraphrasenmodus aktivieren wir hier und anschließend müssen wir nur in Segment markieren und können dann unser Segment in diesem Fenster paraphrasieren. Die Paraphrasen werden Ihnen dann hier in der rechten Seitenspalte angezeigt. Diese Seitenspalte können wir jederzeit ein- und ausblenden und auch zur Anzeige von Kommentaren und Memos nutzen. Auch die Paraphrasen können wir uns später in unterschiedlichen Funktionen genauer ansehen und diese codieren.

    Gehen wir jetzt weiter zum dritten Fenster, dem Codes-Fenster. Hier sehen wir schon den eben erstellten Code mit einem Memo, das unsere Beschreibung des Codes enthält. Über diese Buttons hier können wir jetzt neue Hauptcodes oder Subcodes erzeugen. Unser Codesystem können wir jetzt per drag-and-drop strukturieren. Indem wir Codes aufeinanderziehen können wir so auch hierarchische Ordnungen schaffen. Dabei kann ein Codesystem bis zu 10 hierarchische Ebenen umfassen. Wenn wir einen Code auf diese Schaltfläche eines anderen Codes ziehen, können wir diese beiden Codes auch zusammenfügen. Sollte das mal aus Versehen passieren, können wir die letzten Aktionen immer noch über diese Buttons hier rückgängig machen oder wiederholen. Bestehende Codes können wir auch per drag-and-drop auf unser Material anwenden. Nachdem wir einige Stellen in unserem Matetrial codiert haben, sehen wir diese Zahlen, sie stehen für die codierten Segmente pro Code bzw. pro Dokument. Über das Zahnradsymbol können wir uns die Häufigkeiten oder eine bestimmte Auswahl an Codes anzeigen lassen.

    Nachdem wir unser Material so durchgegangen sind und Codes vergeben haben, möchten wir uns die codierten Segmente genauer ansehen. Dafür blenden wir einfach das Fenster „Liste der codierten Segmente“ ein und aktivieren die Dokumente, die wir uns genauer ansehen möchten und die Codes, die uns interessieren. Mit der standardmäßig eingestellten, einfachen Codingsuche, werden uns dann alle mit den aktivierten Codes versehenen Segmente aus den Dokumenten ausgegeben. Über diese einfache Suche hinaus haben wir mit der komplexen Codingsuche aber auch noch die Möglichkeit spezifischer nach codierten Segmenten zu suchen.

    In der „Liste der codierten Segmente“ werden uns die jeweiligen Segmente aufgelistet, zu jedem Segment wird uns auch eine Herkunftsangabe angezeigt, die uns verrät von welchem Dokument das Segment stammt und mit welchem Code es versehen wurde. Wenn wir auf den Codierstreifen oder auf den Dokument- oder Codenamen klicken, springt der Dokumentbrowser automatisch zur originalen Fundstelle. Die in der „Liste der codierten Segmente“ angezeigte Auswahl können wir dann noch über diesen Button hier mit einem neuen Code versehen. Von hier aus können wir die Fundstellen dann auch einfach ausdrucken oder zum Beispiel nach Excell exportieren um auch außerhalb von MAXQDA weiterarbeiten zu können.

    Das sind die Grundlagen zur Arbeit mit MAXQDA. Informationen zu weiteren Funktionen wie dem Codieren, den Visual Tools, Mixed-Methods Funktionen und der Arbeit mit statistischen Daten finden Sie in unseren anderen Videotutorials oder in unserem detaillierten Onlinehandbuch. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim kennenlernen von MAXQDA und viel Erfolg mit Ihrem Projekt!

Zusammenfassung

Willkommen zum umfassenden „Getting Started"-Tutorial für MAXQDA. Dieses Video führt Sie durch die essenziellen Grundlagen, damit Sie sofort mit Ihrem Forschungsprojekt beginnen können. Nach dem Start von MAXQDA legen Sie zunächst Ihren Benutzernamen fest, der für die Nachverfolgung von Änderungen im Team unverzichtbar ist. Die Software speichert jede Aktion automatisch in der Projektdatei, sodass kein manueller Speichervorgang nötig ist.

Die Benutzeroberfläche von MAXQDA ist durch ein übersichtliches Vier-Fenster-Layout gekennzeichnet: Das Dokumentenfenster verwaltet Ihre Daten, der Dokumentbrowser dient der Analyse und dem Codieren, die Code-Liste organisiert Ihre Kategorien und das Fenster der codierten Segmente fasst Ergebnisse zusammen. Sie können Ihre Daten per Drag-and-Drop importieren und durch Dokumentgruppen sowie flexible Dokumentsets strukturieren. Zusätzlich ermöglichen Dokumentvariablen eine gezielte Filterung nach Merkmalen wie Alter oder Beruf.

Im Dokumentbrowser können Sie Texte bearbeiten, Segmente markieren und mit Codes versehen. MAXQDA bietet vielfältige Kodiermethoden, von manuellem Drag-and-Drop über In-Vivo-Codieren bis hin zur Nutzung von Emojis für multilinguale Teams. Memos und Paraphrasen helfen dabei, Gedanken festzuhalten und Inhalte zusammenzufassen. Das Codesystem lässt sich bis zu zehn Ebenen tief hierarchisch strukturieren, wobei Häufigkeiten direkt angezeigt werden.

Schließlich ermöglicht die „Liste der codierten Segmente" eine gezielte Suche und Ausgabe Ihrer Ergebnisse. Sie können Segmente nachträglich gruppieren, drucken oder nach Excel exportieren. Mit der komplexen Codingsuche finden Sie selbst feinste Muster in Ihren Daten. Dieses Tutorial bildet das Fundament für die effektive Nutzung von MAXQDA. Für vertiefende Einblicke in Visualisierungen oder Mixed-Methods-Analysen verweisen wir auf weitere Tutorials. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Forschung mit MAXQDA.

Credits: MAXQDA

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