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Codieren mit MAXQDA Video-Tutorial

  • Transkript

    Herzlich Willkommen zu diesem MAXQDA Tutorial zum Thema Codieren. Codieren bedeutet in MAXQDA, ein bestimmtes Element aus unserem Material einer Kategorie zuzuweisen und es gibt unterschiedliche Wege, neue Codes zu erzeugen und unser Material damit zu codieren. Beispielweise können wir einen neuen Code erstellen, indem wir unserem Codesystem einen neuen Code hinzufügen. Das geht entweder über diesen Button, über das grüne Plussymbol an Einträgen im Codes-Fenster oder über einen Rechtsklick auf einen der Einträge im Codes-Fenster. Wir können unserem neuen Code jetzt einen Namen geben, einen Farbtag hinzufügen und gegebenenfalls ein Codememo verfassen.

    Diesen Code können wir dann per drag-and-drop auf die unterschiedlichsten markierten Segmente in unserem Material anwenden. Diese Bestandteile werden so zu codierten Segmenten. Dieses Prinzip funktioniert so für Texte, Bilder, Videos und Tabellen. Ich kann auch einen neuen Code erstellen, indem ich ein Segment im Dokumentbrowser markiere und aus dem Kontextmenü die Option „Codieren mit neuem Code“ auswähle. Wenn ich jetzt den Codenamen eingebe, werden mit ähnliche Codenamen angezeigt. So kann ich schnell überprüfen, ob ein ähnlicher Code schon in meinem Projekt existiert.

    Sobald wir ein Segment mit einem Code versehen haben, erscheint ein Codierstreifen neben dem codierten Segment. Das codierte Segment kann hier noch nachträglich in der Länge angepasst werden. Über das Kontextmenü können wir den codierten Segmenten zusätzlich noch eine Gewichtung zuweisen. Wenn wir unsere Daten später analysieren, können uns diese Gewichtungen als Filter dienen. Wenn wir uns entscheiden mit einem Ansatz zu verfahren, der durch die Grounded Theory informiert ist, dann können wir auch den Modus „Offenes Codieren“ benutzen, um direkt einen neuen Code zu erzeugen, sobald ein Segment ausgewählt wird. Im ähnlichen In-Vivo Modus wird das entsprechende markierte Segment als neuer Codename verwendet. Außerdem können wir für die unterschiedlichen Codes Tastenkürzel vergeben, indem wir sie einfach per drag-and-drop in diese Tabelle ziehen. Über das Kontextmenü können wir außerdem einen der drei zuletzt verwendeten Codes verwenden um ein markiertes Segment zu codieren.

    Wenn wir auf „Codefavoriten“ klicken, öffnet sich ein Fenster, dem wir per drag-and-drop unsere bevorzugten Codes hinzufügen können. Mit dieser Liste müssen wir die Codes nicht mehr per drag-and-drop auf das entsprechende Segment bewegen. Es reicht schon, nur das entsprechende Segment zu markieren und auf den entsprechenden Eintrag in der Liste zu klicken.

    Wir können auch mehrere Codes auf ein Segment anwenden, indem wir das Segment markieren, die entsprechenden Codes auswählen und sie alle auf das markierte Segment bewegen. Wir können die Codes auch aktivieren und die entsprechende Option aus dem Kontextmenü auswählen. Darüber hinaus können wir in MAXQDA nach bestimmten Keywords suchen und sie anschließend automatisch codieren. Dafür klicken wir auf Textsuche im Analysetab, geben unseren Suchbegriff ein und lassen MAXQDA danach suchen. Die Liste der Suchergebnisse können wir jetzt via Klick auf diesen Button automatisch codieren lassen. Hier können wir nicht nur das Keyword selbst, sondern auch den Satz, in dem das Keyword auftritt oder den kompletten Absatz codieren lassen.

    Vor allem zu Beginn eines Projekts macht es oft Sinn, wichtige Abschnitte eines Dokuments mit verschiedenen Markerfarben hervorzuheben. Das können wir mit den Colorcodes in MAXQDA. Wenn wir jetzt ein Segment markieren, können wir uns eine der fünf Highlighterfarben aussuchen, um das Segment damit hervorzuheben. Diese Colorcodes erscheinen dann auch im Text. Im Codesystem wird dann ein neuer Code mit dem Namen der Farbe angelegt.

    Wenn ich jetzt zunächst einige Codes und danach einige der Dokument aktiviere, zeigt mir die Liste der codierten Segmente jede Stelle in den aktivierten Dokumenten an, die mit dem entsprechenden Code versehen wurde. Wenn wir jetzt sehr viele Codes in unserem Projekt vergeben haben, kann es passieren, dass die Seitenleiste sehr viele Codes anzeigt. Um mehr Übersicht zu schaffen können wir einzelne Farben ein- und ausblenden, auswählen dass wir nur aktivierte Codes anzeigen möchten oder uns nur die Codes einer bestimmten Person anzeigen lassen. Und das wars auch schon mit diesem Videotutorial zum Thema Codieren mit MAXQDA. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Projekt.

Zusammenfassung

In diesem umfassenden Tutorial lernen Sie die vielseitigen Methoden zum Codieren in MAXQDA kennen. Codieren bedeutet hier, Elemente Ihres Datenmaterials analytischen Kategorien zuzuordnen. Sie können neue Codes einfach über Buttons, das grüne Plus-Symbol oder per Rechtsklick im Codesystem erstellen und dabei Namen, Farben und Memos festlegen.

Ein Kernfeature von MAXQDA ist die intuitive Anwendung von Codes per Drag-and-Drop auf Text, Bilder, Videos oder Tabellen. Alternativ bietet das Kontextmenü die Option „Codieren mit neuem Code", wobei das System automatisch ähnliche existierende Codes vorschlägt, um Redundanzen zu vermeiden. Nach der Codierung erscheint ein farbiger Streifen neben dem Segment, dessen Länge nachträglich angepasst oder mit einer Gewichtung versehen werden kann. Diese Gewichtungen sind später für Filterfunktionen essenziell.

Für Forschende, die nach Grounded Theory arbeiten, bietet MAXQDA spezialisierte Modi: „Offenes Codieren" erstellt Codes direkt bei der Auswahl, während „In-Vivo Codieren" den Textinhalt selbst als Codenamen verwendet. Um den Arbeitsfluss zu beschleunigen, können Sie Tastenkürzel definieren, „Codefavoriten" nutzen oder auf die zuletzt verwendeten Codes zugreifen. Mehrere Codes lassen sich gleichzeitig auf ein Segment anwenden.

Besonders leistungsstark ist die automatische Kodierung via Textsuche: MAXQDA findet Keywords und codiert diese samt umliegendem Satz oder Absatz automatisch. Zudem helfen Farbcodes bei der ersten Sichtung wichtiger Stellen, wobei jede Farbe automatisch einen neuen Code im System erzeugt.

Schließlich ermöglicht die „Liste der codierten Segmente" einen Überblick über alle Zuordnungen. Bei komplexen Projekten mit vielen Codes sorgt MAXQDA für Übersicht durch Filteroptionen, die das Anzeigen nur aktivierter Codes, bestimmter Farben oder Teammitglieder ermöglichen. Diese Werkzeuge machen MAXQDA zur idealen Plattform für strukturierte qualitative Analyse. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Forschung mit MAXQDA.

Credits: MAXQDA

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